Über mich

Hier ein kleiner Abriß zu meiner Person, wo ich herkomme und was ich mache.

Geboren wurde ich am 10.04.1967 in Plauen Vogtland, als Ronny Lorenz, später heiratete meine Mutter und ich mußte mit dem Familiennamen "Egelkraut" klarkommen, ich glaube es gibt tausende Spitznamen. Dann zog ich gezwungenermaßen mit nach Bergen i. Vogtl. eine komplette Umstellung , ich als Stadtkind auf das Land. Das ich es in der Schule einfacher hatte, verpflichtete ich mich erstmal für drei Jahre Nationale Volksarmee, das besserte die Noten und ich bekam eine Lehrstelle als Ofensetzer. Auch wenn erzählt wird das Landleben ist das schönste für ein Kind, das traf bei mir nicht zu. Ich hasste das Landleben und versuchte sehr zeitig, diesem zu entfliehen. Da man aber nicht mit 17 Jahren von zu Hause ausziehen konnte, schaute ich erstmal wie ich schnell zu Geld kam. Das klingt wie schiefe Bahn, keine Angst das war nicht so. Ich hatte Ofensetzer und Fliesenleger in der Gebäudewirtschaft Auerbach gelernt, die haben mich dann eher auslernen lassen (angeblich wegen sehr guter Leistungen) und sollte nun gleich meinen Wehrdienst antreten, das war ein Problem, denn ich hatte absolut keinen Bock dazu, ich habe dann den Einberufungsbefehl an das Wehrkreiskommando zurückgeschickt, da ich noch nicht volljährig war, als die Verplichtung unterschrieben wurde, hatte die NVA keine rechtliche handhabe, das ersparte mir auch einen Gefängnisaufenthalt. Nachdem man mich drei Stunden bearbeitet hatte, wurde ich mit den Worten: "Wir warten natürlich ab bis sie Familie und Kinder habe,dann ziehen wir sie zum Grundwehrdienst ein", entlassen, ich war mir sicher das jetzt eine Stasie Akte über mich angelegt wurde. Das war mir erstmal egal, ich wollte jetzt endlich mal was verdienen, das Problem war aber, das ich durch meinen Rückzieher alle Chefs in der Gebäudewirtschaft gegen mich hatte. Also legte ich nach der bestandenen Gesellenprüfung als solcher los. Den ersten Monat schaffte ich fünf Öfen und verdiente 550 Mark, Durchnitt für DDR Verhältnisse, den nächsten Monat schaffte ich sechs Kachelöfen und verdiente 600 Mark.

Ich suchte händeringend nach einer besserbezahlten Arbeit, durch einen Zufall erfuhr ich, das im Ort in Bergen ein Arbeitsplatz als Hochdruckkesselwärter, also als Heizer zu besetzen sei. Ich hatte da gute Verbindung in das Bekleidungswerk (stellten Arbeitsbekleidung für Ford, BMW und VW her), denn meine Nachbarin arbeitete nicht weit vom Chef weg. Ich habe mich dann da vorgestellt und wurde promt genommen, soweit so gut ich hatte fünf Minuten in die Arbeit und brauchte mich nicht mehr mit Kacheln schleppen abzugeben, nur einen Haken hatte das ganze, ich durfte erstmal nur als Mitläufer arbeiten, um die Anlage bedienen zu dürfen mußte ich nochmal ein halbes Jahr die Schulbank drücken, als ich dann beim TÜV meine Prüfung bestanden hatte, konnte ich dann richtig loslegen.

Als Mitläufer verdiente ich schon 800 Mark, mit der Prüfung kam ich bereits auf 1000 Mark, jetzt konnte ich mir endlich etwas leisten und mein Stiefvater war sauer weil er als Schichtarbeiter weniger verdiente. Das brachte zu Hause Spannungen und ich sah zu das ich eine Wohnung fand, war nicht so einfach. Um so wenig wie möglich zu Hause zu sein, bewarb ich mich in der Jugendherberge "Thomas Müntzer" als Haus Discjockey, eigentlich war es garnicht so mein Ding und ich begann das als Herausforderung zu sehen, ich beschäftigte mich intensiv mit Musik und bei jedem Gig (drei mal in der Woche) war ich als Techniker mit dabei. Dann wagte ich mich mal an das Mikrofon, die ersten Ansagen ein Desaster, ich wollte schon aufgeben aber nach und nach gewann ich Selbstvertrauen und brachte es soweit das ich den Haus DJ, ablösen durfte. Es war ganz toll, denn ich fand mit Hilfe einer Arbeitskollegin (sie war im Wohnungsausschuß) eine kleine Wohnung. Jetzt konnte ich mich so richtig entfalten, ich baute so schnell wie möglich eine Beschallungs und Lichtanlage, denn ich wollte nicht nur vor dreißig Mann auftreten, sondern ich wollte eine Mobile Discothek aufbauen die vor kleinen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bestehen konnte.

Durch harte Arbeit und eisener Disziplin konnte ich mt zwei Kumpels, eine solche Discothek aufbauen. Wir hatten manchmal sieben Auftritte in der Woche, wobei sich dann folgender Tagesablauf ergab: um eins früh aufstehen, dann bis zwölf Uhr Mittag arbeiten, dann nach Hause schlafen, dannach ab achtzehn Uhr bis ca. 22Uhr Disco machen. Da wir für unsere Mobilität ein Auto brauchten, aber noch kein Geld dafür hatten, kaufte uns mein Kumpel sein Vater uns einen Trabant Kombi. Der wurde gehegt und gepflegt.

Das ganze haben wir drei Jahre durchgezogen, Ende 1989 merkte man, wie sich irgend etwas tat, irgendwas passierte. Zu der Zeit war ich öfters mal in Berlin und plötzlich durften Amerikanische Interpreten in Berlin Weisensee Open Air auftreten. Zeitgleich bekam ein guter Kumpel von mir die Ausreisegenehmigung in den Westen. Ich fasste zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich unbewußt den Entschluß zur Ausreise in den Westen.

Ich dachte pausenlos darüber nach was ich hier in dieser DDR zu erwarten hatte, zu diesem Zeitpunkt brodelte es bereits dermaßen, das ich vermutete das dieses aufbäumen blutig niedergeschlagen wird.

Als die Tcheschen ihre Grenzen gen Westen öffneten, zögerte ich nicht lange und siedelte mit einem Kumpel und der damaligen Freundin in die Bundesrepublik um. Da gab es dann die Frage was sollte ich hier arbeiten, meine mobile Discothek war noch im Osten, also arbeitete ich erstmal als Marmorverleger. Mein Hobby ist Ostalgie hauptsächlich die Fahrzeuge haben es mir angetan. Heute gebe ich Tips für TÜV und Technik hauptsächlich für den Trabant.