Geschichte des Trabis, oder ist er schon Geschichte!?

Tja, also allzuweit möchte ich garnicht ausholen nur für die, die immer noch denken der Trabi ist aus Pappe.

Technik und Aufbau der Trabis

In der ehemaligen DDR war man von Anfang an, auf der suche nach einem Kleinwagen für die Bürger der DDR, so bekam der Minister für Maschinenbau im Januar 1954 den Befehl für die Entwicklung eines Kleinwagens mit bestimmten Anforderungen:

- es sollte ein Kleinwagen sein - er sollte 600kg wiegen - Benzinverbrauch 5,5 l/100km - 12000 Stück musste man pro Jahr produzieren können - Preis um die 4000 Ostmark

Nun rauchten die Köpfe, denn zu viele Probleme traten auf, allein Material, Logistik und Koordination war die grössten Probleme. Es war fast klar das der P50 keine Chance hatte in Serie zu gehen. Die Vorgaben waren einfach Wahnsinn da die DDR Regierung nicht zu Kompromissen bereit war wurde weiter entworfen und gebastelt man sollte ihn mit Duroplastteilen (keine Pappe) beplanken, der P70 wurde dann so eine Art Versuchsmodell der noch stark an DKW F8 angelehnt war. Endlich hatte man einen Kleinwagen der den Anforderungen genügte, sogar im Westen fand er etwas Interesse, man baute sogar ein Coupe, sah nicht übel aus , vermittelte aber schon wieder zu viel Luxus den durfte ein DDR Bürger nicht haben, er könne ja mehr gewollt haben, zu gefährlich für die Funktionäre, also weg damit, auch die Konstrukteure hatten Super Ideen, so entwickelte man nach Feierabend einige ganz passable Prototypen, dennoch scheiterten sie, da sie die Vorgaben nicht erfüllten.

Endlich fand man zu dem P 500/600 mit den obigen Vorgaben, er war mit einem Zweitakt Herz ausgerüstet und hatte die Duroplast Beplankung (mit 30 Patenten geschützt). Grundlegend hatte er ein selbsttragendes Blech-gerüst das dann mit den Duroplastteilen beplankt wurde. So ersparte man sich die aufwendige und Materialintensive Blechbeplankung. Was ist eigentlich Duroplast?

Dann 1959 optische Aufwertung: gezackte Linie Motor : Leistungssteigerung auf 20 PS, Einführung des Kombis mit seitlich öffnender Hecktür

1961 optische Aufwertung:Zierleisten, geändertes Armaturenbrett,

1962 Technik :Änderung an Kuplung und Getriebe(synchronisation)

1963 Änderung :Aus dem 500er wird der 600er, neuer Motor(23 PS), verbesserte Heizung und Lüftung

1966 der Neue :Optisch neu, dennoch änderte sich innen so gut wie nichts. Eher ein Rückschritt als ein Fortschritt, da er den gewachsenen Bedürfnissen nach mehr Innenraum und mehr Leistung nicht genügte, einziger Lichtblick der 601er Kombi der wenigstens etwas mehr Platz hatte.

1967 Änderungen :Verbesserung der Bremsen,vorn Duplexbremsen(zwei Bremszylinder) die BRD zeigt Interesse

In den darauf folgenden Jahren kamen noch so einige Verbesseungen dazu, welche ich hier nicht aufzählen möchte, es seien nur Momentanverbrauchsanzeige, Klappdach und Spiralfederung hinten genannt.

Das letzte Entwicklungsmäßige aufbäumen war dann die Einführung des Trabant 1.1 der über einen Viertakt Motorverfügte, aber was will ein alter Opa einem neuen Herz? Diese Aktion war also von Anfang an zum scheitern verurteilt, heute ein gefragtes Auto zumahl die Stückzahlen nicht su hoch war. Schade eigentlich, denn ich meine, da wäre nach einigem überarbeiten noch etwas daraus geworden, gut das ist meine eigene Meinung, aber was solls.

Allgemein gesehen ist der Trabi heute ein begehrtes Sammlerobjekt, da nahezu unendliche Umbaumöglichkeiten bestehen. In seiner einfachen Bauweise und seiner Reperaturfreundlichkeit wird er nicht nur bei Jugendlichen immer beliebter.