Hobby: Weinherstellung

Da ich vielseitig ineressiert bin, kam ich vor ein paar Jahren mal drauf: wie wird eigentlich Wein hergstellt ?
Ich habe mir dann als erstes die Kitzinger Weinfiebel besorgt, genau das ist das blaue Heft mit dem besoffenen Winzer als Titelbild.
Für Anfänger trotzdem sehr gut geschrieben. Ja die habe ich dann intensiv durchgelesen und nach den Rezepten meinen ersten Pflaumenwein angesetzt.
An diesem recht einfachen Wein, konnte ich die ganzen Punkte lernen, auf die es dabei ankommt. Da es damals Pflaumen in großen Mengen gab nd das mit den Liter Angaben so eine Sache war,
hatte ich plötzlich einen Weinkeller. Unzählige Weinflaschen lagerten in dem Keller, weil der Zwetchgenwein so hochprozentig war und ich nicht im Dauerrausch sein wollte, verschenkte ich fast alles, da da auch selbst gebrautes Bier dabei war, fanden die Flaschen reisenden bsatz.

Jetzt habe ich wieder Lust drauf, mal etwas Suppe anzusetzen, allerdings speziellere Sachen.

Da haben wir als erstes einen Zwetchgen, Johannisbeer Wein Ansatz.
Hier fing ich mit Maischegärung an, die Zwetchgen und Johannissbeeren, hatten schon
den ersten Frost hinter sich, der Gedanke war, das so ähnlich wie beim Eiswein zu machen.
Ob es funktioniert wird sich zeigen, die Maische Gärung hat geklappt, jetzt wurde der Wein von der Maische getrennt und nochmal Zucker für die Hefe zugegeben, jetzt hat die Intesität nachgelassen, wird abernoch ein paar Wochen dauern bis die Sache zur Ruhe gekommen ist. Faust Regel ist, bei ca. 16 % Alkoholgehalt, stirbt die Hefe ab und es findet keine Gährung mehr statt.

Dann haben wir hier den Holunderwein, etwas ganz Feines, wenn man ihn richtig macht. Wir haben ca. 10 kg Holunder gesammelt und die ganzen Beeren abgepult. Wie weiter verfahren wird, da gehen die Meinungen auseinander, es heißt unreife Beeren haben ein Gift das nach Genuss, Erbrechen und Übelkeit hervorruft. Also haben wir die ganzen Beeren gekocht, das das Gift in unschädliche Bestandteile zerfällt. Das ist eine Sau Arbeit die wir im Freien, mit einem Camping Gaskocher gemacht haben. Zu dem ganzen Brei haben wir Rosinen und etwas Ingwer hinzugegeben und die ganze Maische im Fass drei Wochen gären lassen. Dann habe ich den Wein von der Maische abgezogen, wobei ich feststellen musste das der Alkohol Gehalt schon so hoch war, das ich weiche Knie bekam. Also nochmal gezuckert und weitergähren lassen, auch hier hält sich die Gährung in Grenzen, vermutlich wegen dem hohen Alkoholgehalt, aber ich hab Zeit ich kann warten.

Auch etwas sehr Feines, Met, also genau genommen Honigwein, hab ich auch schon mal vor Jahren gemacht und saugut geschmeckt. Dieser Ansatz ist jedoch etwas spezieller und besteht nicht wie Traditionell nur aus Honig und Wasser, diesmal sollte das noch verfeinert werden. Also rein bei Tante Goog... und ein passendes Rezept gesucht. Da ich den Kirschgeschmack so gerne mag, musste es etwas in dieser Richtung sein. Nun ab zum Supermarkt und erstmal sechs Gläser Honig, drei Liter Kirschsaft, einen Liter Apfelsaft, Spekulatius Gewürz und eine Vanille Schote sowie Trockenhefe besorgt. Honig in den Ballon, destilliertes Wasser dazu (der Geschmack soll dadurch besser werden), Kirschsaft rein, Milschsäure, Hefenährsalz und die Gewürze dazu. Eigentlich wollte ich die Hefe vorher vermehren, wie man es mit den Reinzuchthefen macht, aber ich habe dann die Hefe in Apfelsaft aufgelöst und dann rein in den Gärbehälter. Am nächsten Tag schon, fing das Zeug wie blöd an zu gähren. Man wird sehen was daraus wird.

© Ronny Wimmer 2013